Kommentar zu Wien: Kardinal hat Verständnis für Schleierverbot von Ratio

#12 Baschti (17. Mrz 2008 00:03)

„Das Christentum und der Islam sind beide missionarische Religionen. Es stellt sich daher die Frage, wie zwei missionarische Religionen miteinander und mit anderen Religionen umgehen.“

Nein, diese Frage stellt sich nicht, oder zumindest nur in einer sehr uninteressanten Weise.

Staat und Religion sind zu trennen. Der Staat hat für Law and Order zu sorgen, und zwar konsequent. Er darf keinerlei Religionskriege dulden. Ist gewährleistet, dass weder Gewalt zwischen Menschen herrscht, oder auch nur dazu angestachelt wird, noch Nötigungen usw. vorkommen, dann können die Religionen im Volk missionieren, d.h. von ihren Lehren erzählen und dafür werben. Nicht mehr, nicht weniger.

Wie sie untereinander miteinander umgehen, liegt also nicht in ihrem Aufgabenbereich, oder höchstens nur missionarische Themen betreffend oder solche der Höflichkeit. Firmen konkurrieren auf dieser Basis auch miteinander, teilweise geht es da auch um Sein oder Nichtsein, und trotzdem artet das nicht in Gewalt aus. Für Religionen muss dasselbe gelten.

Ich glaube Christus, aber ich vertraue nicht auf Menschen, und die Religionsvertreter sind nunmal welche. Es braucht einen ordnenden starken staatlichen Rahmen.

Schön und richtig auf den Punkt gebracht, Baschti.

Dein Wort in aller Christen Ohr, jener die immer wieder versuchen, den Staat für ihre Zwecke einzuspannen.

Wenn sie dafür keine rationalen Gründe, sondern nur ihre Bibel zur Hand haben, ist das nicht akzeptabel; es würde letztlich auch auf die Abschaffung der Religionsfreiheit hinauslaufen.

Im übrigen deckt sich liberales Denken weitgehend mit dem aufgeklärter Christen und den 10 Geboten.

Nicht zufällig sind fast alle sog. Konservativen liberal. “Konservative” sind nach meiner Definition Liberale mit polito-religiöser Schlagseite.

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