Was für ein Wochenende

Heideröslein.

Freitag natürlich noch lecker ne Spätschicht aufs Auge gedrückt bekommen und dann irgendwann um halb acht abends zu Hause gewesen. Fernsehen. Bett. Schlaaaafen.

Samstag wurde es interessanter. Für spät Abends nach der Arbeit hatte sich Butterfly angekündigt. Eine Idee aus meinem wirren Kopf. »Sag mal. Warum kommst du nicht einfach Samstag Abend nach der Arbeit? Dann kannst du hier einschlafen, wir können ausschlafen und du wachst neben mir auf.« Die Idee wurde nach wenigen Sekunden als die größte Denkleistung des Jahrhunderts eingestuft und Samstag Abend in die Tat umgesetzt. Dazu vermischte sich die Idee, noch feiern zu gehen. Um den Arbeitsstress und die Nüchternheit hinter sich zu lassen. Okay, einverstanden. Allerdings war es nach Ankommen, Quatschen, Kuscheln, Club aussuchen, Weg finden und der Entscheidung »Jetzt fahr’n wir aber lieber mal!« schon so spät, dass einvernehmlich der Entschluss gefasst wurde »Komm, lass uns ins Bett gehen.«

Der Sonntag hingegen war das, was ich auf meiner »Strange«-Skala mit 10/10 Punkten bewerten würde. Ich will hier niemandem Unrecht tun, deshalb unterstreiche ich ausdrücklich, dass dies hier nur meine Sichtweise der Dinge wiedergibt. Irgendwann nach dem Wachwerden lagen wir noch im Bett. Tja, und wie das so ist wenn man sich nur am Wochenende sieht - ich wollte Sex. Sie nicht.

Butterfly »Ich will auch nicht immer Sex.«
Kudos »Moooment. Davon stand aber nichts im Vertrag. Es war die Rede davon dass du immer willst.«

Dem folgte ein Blick der mich mehrmals in allen Lebenswichtigen Organen durchbohrte, gefolgt von einem Wutschnauben, dem ich nur »Pfff…Vertrag!!« entnehmen konnte, und weg war die Schöne aus meinem Schlafzimmer. Die nächste Stunde verbrachte sie damit, auf meinem roten Kuschelsofa zu sitzen und zu weinen, unterbrochen vom Einschließen im Badezimmer. Ich verstand erstmal die Welt nicht mehr. was hatte ich denn Falsches gesagt? War der »Vertrag« so unter der Gürtellinie? Oder verhinderten mein männlicher Verstand und mein müde-dümmlicher Blick die Auflösung dieses Rätsels?

Irgendwann, nach keine Ahnung wie lang. Sie sah mich an. »Mach mir n Kaffee.«. Ich hielt die Klappe, wo mir »Mach dir deinen s***** Kaffee doch alleine!« auf der Zunge lag. Ich war sauer. Worauf? Keine Ahnung. Auf die Situation? Auf die Tatsache dass meine Freundin weint und ich keinen - keinen klitzekleinen - Fetzen Plan hatte warum? Oder darauf dass ich irgendwas blödes gesagt habe, und mal wieder selbst nicht weiß was, geschweige denn welche Wirkung es auf Madame hatte.

Als der Kaffee dampfend heiß und frisch auf dem Tisch stand, blätterte sie bereits in Katalogen die auf dem Küchentisch herumlagen. »Ui, schau mal. Die Schuhe sind aber toll. Und, oooh, das Top sieht ja Hammer aus. Den Rock muss ich haben.«.

ÄÄÄÄHHHHHH!? Wie jetzt? Fertig mit böse sein? Was hab ich gemacht? War was im Kaffee? Ne? Ich … ähm … nehm mal eben mein Schwämmchen und wisch mein bisheriges Weltbild von der Tafel…

Ich weiß bis heute nicht, was los war. Sie sagt es mir nicht. Sie sagt, sie will, dass ich selbst drauf komme was ich falsch gemacht habe. Das müsse ich schon schaffen. Und an ihre Stimmungsschwankungen kann ich mich schonmal gewöhnen. Sag sie. Okay. Das schaff ich wohl. Aber diese Ungewissheit, ne? Was sie jetzt so depri hat werden lassen, diese Ungewissheit lässt mich am Galgen hängen. Ich komme einfach nicht drauf was ich angestellt hab…

No tag for this post.

Related posts


website-money board direct access rapidshare downloads templates and nulled scripts

website stats